Überlegungen für ein neues Buch

Durchblick

Feierabend.

Ich trage mich derzeit mit dem Gedanken, wieder ein Buch zu schreiben, für das ich in jedem Fall bereits einiges an Material gesammelt habe. Derzeit schwanke ich zwischen drei verschiedenen Varianten, die ich mir selbst vorstellen kann. Daher mache ich es mir einfach, reiße alle drei einmal kurz an und bitte um Hinweise, was die geneigte Leserschaft des Blogs am interessantesten fände. Jeweils ein Arbeitstitel, jeweils ein Kurzaufriss, jeweils die Bitte um Feedback: Wer würde was lesen wollen – und warum?

1) Neuland. Eine Expeditionsreise zu den Völkern der Digitalisierung. Von den EDV-Administratoren, Politikern, Energieberatern, Strippenziehern, Facebookbevölkerung, YouTube-Stars, Lehrern, Autoren, Unternehmern und Anwälten am anderen Ende der Leitung. Sachbuch.

2) Digital ist besser? – Technik ist ein Mittel zum Zweck. Das gilt auch für den digitalen Wandel. Doch welche Ziele, welche Zwecke lassen sich durch den Einsatz digitaler Technologie erreichen – und zu welchem Preis? Ein Interviewbuch, das auf dem Prinzip Streit basiert: ich interviewe mit ihnen streitend Menschen, die in ihren Fachgebieten Ahnung haben.

3) Neutralmoral. Wir befinden uns in einer Zukunft, die Gegenwart ist. In der Menschen glauben, ihre digitale Schöpfung noch unter Kontrolle zu haben. Doch im Glauben an die Neutralität und damit Weisheit der Entscheidungen Algorithmen-basierter Systeme haben sie schon längst die Kontrolle abgegeben. Doch was können die Systeme damit anfangen? Ein Roman in unserer Realität.

Und jetzt sind Sie, seid Ihr dran.

  4 comments for “Überlegungen für ein neues Buch

  1. 4. August 2014 at 21:35

    Ich persönlich hätte das meiste Interesse am ersten Buch – ich kann mir das aus richtig gut vorstellen. Mit Photos (von den Menschen, von ihren Arbeitsumgebungen, von ihren Lebensbereichen). Zum einen wäre das höchst spannend zu lesen – aber auch, um in dreissig Jahren darauf zurückzugucken, wie sich die Welt dann wieder verändert hat.

  2. Ralf Bendrath
    5. August 2014 at 0:45

    Ganz klar 1. Interviews sind in aller Regel nicht so spannend für ein ganzes Buch, und zum Roman fehlt offensichtlich noch die Idee für die Story.

  3. 13. August 2014 at 0:54

    1) ist wirtschaftlich am interessantesten. Trifft auf großes Interesse, schreibt sich gewissermaßen von alleine (für jemanden, der Routine im Schreiben hat), wenn man die Leute trifft. Kann mit geringem Aufwand als Welterklärbuch vermarktet werden. Interessant wird das Buch aber erst, wenn auch eine Idee damit verbunden wird, wie diese Leute miteinander verbunden sind. Also das, was Du in 2) oder 3) ansprechen willst.

    2) ist auch nicht so aufwändig zu schreiben, es sei denn, Du hast hohe Ansprüche. Denn aus jedem Interviewten etwas Neues herauszukitzeln wird nicht einfach sein, der Inhalt würde sich wiederholen oder nur in Nuancen (die sehr wesentlich sein können) unterscheiden. Diese feinen Unterschiede können sehr spannend sein, aber wären in in einem langen Essay ausreichend untergebracht.

    3) Würde mich interessieren, weil die Frage der Moral heutzutage weniger eine Frage des Digitalen als des Wohlstandes (und des möglichen Verzichtes darauf) und der Faulheit ist. Faulheit vor allem gegenüber der Aufgabe, Regeleinhaltung bei anderen durchzusetzen und sich damit unbeliebt zu machen. Was gemacht werden kann, wird gemacht (siehe Toll Collect Daten für Fahndung, Verkauf von Einwohnermeldedateien). Sich dagegen durchzusetzen erfordert sehr viel mehr Wollen, als wenn die Umsetzung mit großen Anstrengungen verbunden ist.

    Dieter @dieterjosef

  4. Susanne
    13. August 2014 at 10:02

    Idee 1 gibts doch schon, oder!?! Idee 2 könnte zu einem funkensprühenden Buch werden. Idee 3 klingt sehr spannend.

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