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Medien in Extremsituationen: Abwarten? Live drauf?

Es sind viele Gedanken, die mir gestern Abend durch den Kopf gingen. Während Tom Bartels, der Sportschau-Kommentator, das Fußballspiel Deutschland-Frankreich kommentiert, während Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl nicht wissen, was sie sagen sollen, noch auf den Sportschau-Club hinweisen, dann wird nach einer kurzen Extra-Tagesschau wieder zu ihnen zurückgeschaltet. Sie sind hilflos. Medien in Extremsituationen: Abwarten? Live drauf? weiterlesen

Die Krautreporter – Alles, Nichts, Oder!?

Gratulation, Krautreporter! Deutlich über ein Jahr ist es nun her, dass es hieß:

Nur wenige Wochen später war dann Krautreporter plötzlich nicht mehr die Crowdfunding-Plattform für individuelle journalisitsche Projekte, sondern etwas ganz Neues (naja, fast) auf dem Markt: „Krautreporter – das Magazin“.

Gut, interessiert vielleicht kein Schwein mehr, aber auch ich habs damals mitfinanziert. Weil ich viele der Kollegen, die dafür ihren Namen gaben, für gute Journalisten halte (und, das sollte ich der Fairness halber sagen, es für mich eh eine Betriebsausgabe ist). Niggemeier, Wiegold, Weinreich, jeder für sich, jeder in seinem Metier sehr gut. Könnte da nicht etwas ganz Neues, etwas wirklich Gutes entstehen?

Das Alles-oder-nichts-Prinzip, die Emotionalisierung, ist das Wesen von Crowdfunding.

Alles, Nichts, Oder? Ja, an genau dieses Lowlight deutscher Fernsehgeschichte muss man sich nach einem Jahr erinnert fühlen. Denn so lang ist es her, dass man sagen darf: es war die Kraut, die sich was trowt. Mit Journalismus, oder zumindest journalistischen Gehversuchen, startete die Plattform erst Monate später. Davor und danach lag: Streit. Streit um die Frage, was denn diese Krautreporter sein sollen und wollen. Streit um die Frage, was wirklich wichtig sein könnte. Streit um die Frage, wie viel Einkünfte aus der Bundesregierungskasse bei einem Schreiber noch kompatibel mit dem versprochenen unabhängigen, journalistischen Anspruch sind. Streitstreitstreit.

Ich hatte vor einem Jahr schon einmal zu den Krautreportern gebloggt, mich und alle anderen gefragt, wie weit bei ihnen Anspruch und Wirklichkeit wohl auseinanderklaffen werden.

Eine der Ankündigungen von damals:

wir wollen aus der GmbH eine Genossenschaft machen

Ich habe nie wieder etwas davon gehört, aber ich habe auch nicht mehr nachgefragt und für diesen Blogpost auch nicht mal mehr nachgegoogelt (Spekulation: vielleicht ist bei den Genossen in Spe auch nur das Interesse erloschen). Dann aber sehe ich dieses Interview bei Zapp mit Sebastian Esser, dem „Herausgeber“ des Krautreporter-Magazins. Und irgendwie muss ich sehr lachen, so traurig ist das.

Frage der Reporterin Caro Ebner: „Vielen fehlt aber tatsächlich sozusagen das Relevante, das, was ihr vorher versprochen habt.“

Die Antwort vom Krautreporter-Boss Sebastian Esser:

„Was ist Relevanz, ja? Ich mein das wirklich nicht kokettierend, sondern – Relevanz kann ja nicht bedeuten, dass die ganze Welt darüber spricht. Sondern für uns ist eben was anderes relevant. Wenn wir zum Beispiel – oh Gott, jetzt muss ich hier ein Beispiel aus dem Hut zaubern – also wenn wir jetzt zum Beispiel gestern einen Artikel dazu veröffentlichen, dass, wenn man dick ist, dass das nicht bedeutet, dass man weniger lang lebt, dann ist das ein wahnsinnig relevantes Thema. Sicherlich nicht so relevant, dass es die zweite Meldung in der Tagesschau wäre, aber das ist auch nicht unser Anspruch. Ich glaube: das wäre auch zu viel verlangt mit den Strukturen und auch der finanziellen Ausstattung die wir hier haben, hat glaube ich niemand erwartet, dass wir jetzt hier der neue Spiegel sind.“

Ich bin gerne bereit, den entsprechenden, anteilig für KR nun bei mir nicht mehr fälligen Jahresbeitrag zu zahlen. Die Kontoverbindungen, bitte – und eine ordnungsgemäße Rechnung…

Was Krautreporter selbst betrifft, fühle mich erinnert an den einzigen Witz aus Alles, Nichts, Oder?!, der sich mir ins Gehirn eingrub. Hugo Egon Balder durfte blödeln: Am Geburtshaus von Hella von Sinnen in Gummersbach habe man ein Schild angebracht. Darauf steht: [Kunstpause..] Köln, 40 Kilometer.


Heute dann, während dieser Blogpost noch etwas vor sich hinschimmelte, schrieb Nochabernichtmehrsorecht-Krautreporter Stefan Niggemeier (Krautreporter-Beiträge: 8. Davon 2015: 3) einen eigenen Blogpost. Der ist mit Sicherheit nur halb so scharf, wie Stefan Niggemeier als Berichterstatter über Krautreporter geschrieben hätte. Aber er wirft das Problem auf, das dann die mangelnde Relevanz mit sich bringt:

Uns trieb die Lust an, ein neues Geschäftsmodell auszuprobieren, aber nicht unbedingt eine gemeinsame redaktionelle Idee.

Tja. Um jemand anderen, mit dem ich dazu telefonierte – kein Krautreporter – und dem ich Anonymität zusagte, zu zitieren:

Selbst wenn ich wohlwollend wäre, was sollte ich sagen?

Alles? Nichts? Oder? Ratlos.

Was darf Satire? Alles, aber doch bitte nicht jetzt.

Ein Flugzeug fliegt gegen einen Berg. Tagelang spekulieren die deutschen Medien. Und dann kommt mehrfach alles ganz anders. Was für eine Steilvorlage.

Doch der fließende Übergang von Verkehrsfliegerflugzeugexperten, Katastrophenexperten, Lufthansaexperten, seelsorgerischen Traumaexperten, Cockpittürexperten und Depressionsexpertenexpertise, er hat Schonzeit.

Wo ist Helmut Dietls Film über die gefälschten Kopilotentagebücher? Wo bleibt die – zwar falsche, aber vorstellbare (siehe Montage) – Feststellung, dass sich Martin Sonneborn als Experte in eilig zusammengekleisterte Sondersendungen einschummelt? Es darf doch auch sonst offenbar jeder überall über alles spekulieren? Jeder alles überall weiterverbreiten, bis hin zu kranken Akten wie den ausführlichen Zitaten aus Krankenakten?

Nein, über Tote und Unglücke macht man in Deutschland einfach keine Witze. Also, auf jeden Fall nicht in der ersten Woche. Heute Show? Wird zur Heute nicht Show. Neues aus der Anstalt? Mal eine Woche später senden. Wer es unbedingt sehen will, kann es online vorher tun. Na dann. Dabei ist es doch gerade Satire, die uns mit dem Holzhammerflorett das Gesehene, Gehörte und Gelesene so unterbreitet, dass wir darüber nachdenken. Wie John Cleese es einmal formulierte: Satire makes people think.

Dieses Land hat ein in meinen Augen seltsames Verhältnis zur Frage, was Satire soll. Wie wird sich wohl Charlie Hebdo an den Germanwings-Absturz heranwagen?

Berichten, was zu berichten ist?

Ein Flugzeug stürzt ab. Menschen sind gestorben, 150 Leben abrupt beendet. Seit heute Mittag die Eilmeldungen aus Frankreich den Fokus vom Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf den Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 auf sich zogen, ist eine Berichterstattungsmaschine angesprungen, die kaum ein Detail zu erwähnen vergisst. Nur: was ist dabei eigentlich zu erfahren?

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Die nächste Europäische Regierung: Kollektives Medienversagen

Seit Montag nun singen sie vor, die Kommissarspostenbewerber in Brüssel. Etwa drei Stunden lang werden sie in einer einfachen Reihenfolge von den Europaparlamentariern gegrillt: Fünf Minuten Eingangsstatement, dann eine Minute für die Frage des Parlamentariers, zwei Minuten für die Antwort des Kandidaten, keine Pause bis zum Schluss. Dann letzte Worte des Kandidaten, vier bis fünf Minuten Abschlussstatement, das wars. Ein Format, das die Bundesrepublik nicht kennt, das es aber in sich hat und durchaus mediengerecht ist. Und das die deutschen Medien aber offenbar weitgehend nicht interessiert.

Das Bild oben zeigt Screenshots von faz.net, sueddeutsche.de, zeit.de, bild.de, spiegel.de. Jeweils die Politikrubrik, also schon Klicktiefe 1. Einzig zeit.de hat einen Text – zum gleich anstehenden spanischen Kandidaten. Mindestens genau so bemerkenswert: Sender wie Phoenix, ZDFinfo oder Tagesschau24 übertragen die Anhörungen gar nicht erst. Es bleibt allein der Stream des EBS.

Nein, Europa ist nicht alleine Schuld daran, dass es bis heute nicht einmal ansatzweise eine europäische Öffentlichkeit gibt. Auch die Medien tragen eine Verantwortung für abstrakte Europabilder. Wer jemals gesehen hat, wie die designierte Regionalkommissarin zur Karpatenstrategie und zur Kontrolle der (üppigen) Mittel ihres Ressorts gefragt wird, der Digitalkommissar zu Websperren in Frankreich und die Justizkommissarin zur Romadiskriminierung auch in ihrem Heimatland, der weiß: die EU ist zwar ein Gebilde mit eigenartigem Sprachgebrauch. Aber sie ist keineswegs nur das oft beschriene Bürokratiemonster.

Weshalb ich dem nächsten Kommentator, der wohlfeil in genau diesen Medien einen Mangel an Verständnis für die EU beklagt einfach nur herzlich auslachen werde. Unser Job als Journalisten ist es, den Menschen die Welt und ihre Fehler zu schildern, zu erklären und sie somit greifbar zu machen. Sie in die Lage zu versetzen, möglichst kompetent eigene Urteile zu fällen. Das geht aber nur, wenn wir diesen Job auch machen.

Alltagsrassismus live und in Farbe

Steffen Simon ist Sportreporter, WDR-Sportchef und kommentiert für das ARD-Fernsehen das WM-Spiel Iran-Nigeria. Und sagt dabei in der 39. Spielminute:

Die Iraner sind Südländer. Da ist nicht alles perfekt organisiert.

Das ist klassischer Alltagsrassismus. Das ist „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“-Niveau.

Nach dem Shitstorm zur Halbzeitpause sagt Steffen Simon in der 53. Spielminute:

Ich habe etwas politisch Unkorrektes gesagt. Nämlich dass sie halt Südländer sind und deshalb manchmal etwas schlecht organisiert. Damit wollte ich keinem Südländer auf die Füße treten. Sondern hab lediglich die Iraner zitiert, die mir bei der Vorbereitung auf diesen Auftritt ihrer Nationalmannschaft geholfen haben.“

Eine blödere Ausrede fand sich binnen 20 Minuten wohl nicht.

Einem journalistischen Profi, einem WDR-Sportchef, geht so ein Satz einfach überhaupt nicht über die Lippen, sondern bleibt ganz tief im Hals stecken, wenn er denn überhaupt im Gehirn gedacht wird.

 

Hinweis auf Update 22:44: Den Text aus der 53. Spielminute habe ich nochmal angepasst, https://twitter.com/medienmagazin hatte ihn wohl genauer mitgetippt als ich. Inhaltlich wurde er damit leider keinen Deut besser.

Hinweis auf Update 22:55: Ich habe einen sehr hart formulierten Satz herausgenommen. Der war nicht notwendig um das zu sagen, was mein Kernanliegen in diesem Blogpost ist und davon vielleicht abgelenkt hätte.

Fragen an die Krautreporter

Durchblick
Manchmal möchte man das Glas heben und gratulieren. Und manchmal fällt das schwerer.

Eigentlich wäre es nun Zeit, fröhlich zu sein. Denn es könnte sein, dass es demnächst eine die öffentlichen Debatten bereichernde Plattform im Netz gibt, für die einige gute Journalisten Inhalte herbeirecherchieren. Beiträge und Reportagen, für die Telefonhörer benutzt, vielleicht gar staubige Archive oder Orte des Geschehens aufgesucht wurden. Und eine Plattform, die vielleicht auch neue Wege geht, wenn es um die Einbeziehung ihrer (zahlenden) Nutzer geht.

Einige der journalistischen Kollegen kenne ich persönlich, manche auch besser. Einige der Namen stehen für journalistisch gute Qualität, wie Stefan Niggemeier im Medienjournalismus, Jens Weinreich im Sportjournalismus oder Thomas Wiegold im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Aber ich bin nicht fröhlich. Sondern momentan eher skeptisch. Ich habe in den vergangenen Wochen zugeschaut, wie sich Krautreporter macht. Meine Skepsis liegt dabei nicht – oder nur in geringem Maße – im journalistischen, sondern vorwiegend im organisatorisch-kaufmännischen Bereich des Krautreporter-Projekts. Um zu klären, dass wir über das Selbe sprechen, vorweg: ein Aufdröselversuch.

Krautreporter hat eine Dienstleistung versprochen: journalistische Inhalte, kredenzt über das Internet. Kostenpunkt: ab 60 EUR / Jahr, wer will, darf mehr zahlen. Die Firma hinter der Dienstleistung namens Krautreporter ist eine GmbH. Und die ist mehr als ein Jahr alt, hat aber noch keine Bilanz veröffentlicht. Daher hier ein Blick auf sie.

Die Krautreporter GmbH

Krautreporter war in der Vergangenheit (Gründung 17.01.2013 bis zum Start des „Magazinprojektes“) eine Plattform, auf der Journalisten um Crowdfunding für ihre individuellen Projekte bitten konnten. Die Betreiberin hat dann 5 Prozent der Summe als Provision genommen – Berichten zu Folge wurden 47 Projekte erfolgreich durchgeführt, im Schnitt 4000 Euro sollen sie gebracht haben. Fünf Prozent davon gingen als Provision an die Krautreporter GmbH. Dieses Geschäft ist zumindest vorläufig eingestellt. Die Krautreporter GmbH hat einen einzigen Gesellschafter: den „Gründer“ und Geschäftsführer Sebastian Esser.

Fünf Prozent von 47 x 4.000 EUR = 9.400 EUR. So ‚viel‘ hätte dann die Krautreporter GmbH in ihrem Bestehen eingenommen. Wie viele Ausgaben sie hatte, wissen wir nicht. Die Annahme, dass sie Verlust gemacht hat, ist angesichts dieser berichteten Einnahmengröße nicht gerade absurd. Eine öffentlich zugängliche Bilanz gibt es aber bis dato nicht, sie muss auch erst spätestens zum 31.12.2014 beim Bundesanzeiger hinterlegt sein.

Doch den Vertrag, den haben die Kunden, die Krautreporter – das Magazin lesen wollen, überraschenderweise nicht mit der Krautreporter GmbH, auch wenn überall Krautreporter draufsteht. Sondern mit der:

Sparker UG

Die Sparker UG, gegründet am 07.01.2014, hat zwei Gesellschafter: Sebastian Esser, den Gesellschafter/Geschäftsführer der Krautreporter GmbH – und Christoph Beck, Geschäftsführer einer Softwareentwicklungsfirma namens Bitcrowd GmbH. Die hat laut Krautreporter-Website für Krautreporter – das Magazin die Software zum Geldeinsammeln entwickelt.

Laut Auskunft des sich selbst als zukünftigen Geschäftsführer des Konstruktes vorstellenden Philipp Schwörbel verhält es sich so:

Die Krautreporter GmbH hat für die Crowdfunding-Phase die Sparker UG beauftragt, als Dienstleister den ganze Crowdfunding-Prozess technisch abzuwickeln. Tatsächlich ist das aktuelle Krautreporter Crowdfunding das erste Modell-Projekt der Sparker UG

Die Sparker UG hat mehr als 15.000 Zusagen für 60 Euro, also mehr als 900.000 Euro. Eine durchaus stolze Summe.

Schwörbel soll zukünftig der Geschäftsführer des „neuen“ Krautreporter sein. So schreibt er es selbst. Er betreibt seit drei Jahren das im Modell nicht ganz unähnliche Lokalnachrichtenportal „Prenzlauer Berg Nachrichten„. Offiziell läuft dieses unter dem Dach der

ACTA URBIS Stadtteilzeitungen GmbH

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber laut dem, was sich finden ließ, ist auch diese wirtschaftlich kein Erfolgsmodell. Auszug aus den Passiva des Unternehmens:

ACTA URBIS
Stadtteilzeitungen GmbH
2010 2011 2012
A. Eigenkapital 14.874,86 €                  –   €                  –   €
I. Gezeichnetes Kapital     25.000,00 €     25.000,00 €    25.000,00 €
II. Verlustvorträge     10.125,14 €     46.674,47 €    58.769,50 €
III. Nicht gedeckter Fehlbetrag     21.674,47 €    33.769,50 €

Die Bilanz 2013 ist bislang nicht hinterlegt worden, aber ich sehe keinen Grund, warum die Bilanz besser aussehen sollte.

Ein Stapel Fragen

Was mich dann jenseits dieser Projekte mit finanziell überschaubarem (ähem) Erfolg und auf mich überraschend wirkenden Konstrukten stört, ist die Kommunikation, was denn Krautreporter am Ende sein soll.

  • Es wird teils von „Spenden“ gesprochen/geschrieben. Es ist aber eine Dienstleistung in Form eines Abonnements, die angeboten wird.
  • Es wird davon gesprochen, dass die Krautreporter GmbH vielleicht in eine Genossenschaft umgewandelt werden soll. Eine Genossenschaft? Wer ist Genosse, wird Genosse, warum und wie?
  • Ist die Krautreporter GmbH schuldenfrei? (Laut Sebastian Essers Antwort auf einen Tweet von mir: ja, aber die Bilanz ist noch nicht da)
  • Welche Werte liegen denn überhaupt derzeit bei der Krautreporter GmbH? Die Software gehört ja wohl der Sparker UG…
  • Wie sieht der Vertrag zwischen der Krautreporter GmbH und der Sparker UG aus? Wird eine Provision an die Sparker UG fällig? Wenn ja, wie hoch ist sie?
  • Hat irgendjemand derjenigen, die für Krautreporter mit ihrem Namen und Gesicht geworben haben, irgendein rechtlich abgesichertes Mitspracherecht – mit Ausnahme von Sebastian Esser?

Das alles gesagt habend nun zum eigentlichen Punkt dieses länglichen Beitrages:

Ich hoffe, ihr habt Euch abgesichert und in die Bücher und Gesellschaftsverträge geschaut, liebe Journalistenkollegen, die ihr da „mitmacht“ und mit Eurem Ruf für dieses Projekt steht.

Ich finde es mindestens schade, dass das alles überhaupt nicht transparent gestaltet ist. Dass es nicht den Ansprüchen genügt, die „Ihr“ (also die Journalisten, die ich kenne) selbst stellt. Dass jede Information dazu scheibchenweise rausgekitzelt werden muss. Dass meine Synapsen, wenn ich über Krautreporter schreibe, mir dauernd „FIFA“ oder „DDVG“ zurufen. Auch wenn ihr viel kleiner seid.

Jenseits dieser meiner nun in Textform gebrachten Bauchschmerzen wünsche ich Euch natürlich von Herzen viel Erfolg beim guten Journalismus im Netz.