Endlich: die richtige Ausfahrt für die Digitalisierung ist gefunden. [Symboldbild]

Lange Frage, längere Antwort

Manchmal hat man die Hoffnung, mit einer Frage mehr Klarheit zu erzeugen. Aber manche Antwort ist durchaus verwirrend. Heute, 12.03.2018, Vorstellung des Koalitionsvertrages durch Angela Merkel, Horst Seehofer und Olaf Scholz. Ich möchte gerne wissen, wie das mit der Digitalisierung denn nun im Kabinett #GroKoIV/#MerkelIV angegangen werden soll – und wer dafür zuständig ist. Aber…

Leben und Arbeiten in bewegten Zeiten

Es ist viel los in dieser Welt: Verwirrte und Verirrte versuchen dadurch, dass sie Leid über andere Menschen bringen, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Gesellschaft zu beeinflussen. Das führt verständlicherweise zu viel Aufgeregtheit, Angst und Wut. Zugleich sind neue Ungewissheiten entstanden: Wie wird sich Russland künftig verhalten? Was wird mit der Türkei werden? Wird Trump Präsident werden? Und: wie wird das Ohnemiteinander mit dem Vereinigten Königreich? Welche Zukunft hat diese Europäische Union und wie muss sie künftig aussehen? Einige der Fragen beschäftigen mich im Tagesgeschäft, Mays Antrittsbesuch bei Merkel zum Beispiel oder die Frage, wie Dunkel das Darknet ist. Manchmal bleibt etwas Zeit über Fragen nachzudenken, ob Medien zu schnell, zu langsam oder einfach nur zeitgemäß zum Nachrichtenverhalten der Bürger agieren. Oder um Angela Merkel in der Sommer-PK, bei der sie bei der Bundespressekonferenz zu Gast war, zu fragen, ob sie das Maß an Xenophobie und Rassismus im Land nicht doch unterschätzt hat…

Meine Sonderspezialbrille bleibt aber die des Blicks auf die digitalen Fragen dieser Zeit, wie Politik, Wirtschaft, Bürger und andere Akteure mit dem in unseren Händen stattfindenden Wandel umgehen. Versuch einer semi-aktuellen Werkschau.

Zeitungen, Zeitungen, Zeitungen. (c) Falk Steiner

Autorisierung: Was gilt das gesprochene Wort?

Im Zuge der Debatte um die Äußerungen der AfD-Spitzenpolitikerinnen wird nun auch wieder über die Autorisierungspraxis in Deutschland diskutiert. Die nachträgliche Autorisierung ist ein sehr deutsches Phänomen: im Kern ist es die Vereinbarung vor einem Interview, dass das Gesagte in der verschriftlichten, redaktionellen Fassung dem Interviewten (in der Praxis oft dessen Pressesprecher) noch einmal vorgelegt…

Berichten, was zu berichten ist?

Ein Flugzeug stürzt ab. Menschen sind gestorben, 150 Leben abrupt beendet. Seit heute Mittag die Eilmeldungen aus Frankreich den Fokus vom Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf den Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 auf sich zogen, ist eine Berichterstattungsmaschine angesprungen, die kaum ein Detail zu erwähnen vergisst. Nur: was ist dabei eigentlich zu erfahren?

Der kleine Unterschied: Ahnung und Haltung

Journalist. Das kann man in Deutschland einfach so werden: sagen, man ist Journalist. Und dann kann man hoffen, dass jemand das akzeptiert und man damit sein Geld verdienen kann. Ob man vorher als Model gearbeitet hat, einfach nur studiert, Kekse gegessen oder nichts hat: egal. Und das ist richtig so. Andere gehen einen sehr klassischen Weg, studieren ein Fach, volontieren, arbeiten für Medieninstitutionen. Es gibt viele Wege und nicht „den“ einen.

So viel hatten um 17 Uhr am Mittwoch, nachdem die ersten 14 Kommissare gehört wurden und gerade der umstrittene Brite Jonathan Hill sprach, über die Anhörungen zu berichten.

Die nächste Europäische Regierung: Kollektives Medienversagen

Seit Montag nun singen sie vor, die Kommissarspostenbewerber in Brüssel. Etwa drei Stunden lang werden sie in einer einfachen Reihenfolge von den Europaparlamentariern gegrillt: Fünf Minuten Eingangsstatement, dann eine Minute für die Frage des Parlamentariers, zwei Minuten für die Antwort des Kandidaten, keine Pause bis zum Schluss. Dann letzte Worte des Kandidaten, vier bis fünf…